Posts mit dem Label Kopfsache werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Kopfsache werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Sonntag, 28. April 2013

Tod den Modeblogs!


Wage ich mich mit diesem Post vielleicht zu weit aus dem imaginären Fenster?
Ja, eine solche Frage muss man sich schon einmal stellen, wenn man (also ich) als Blogger hier nun folgend über andere Blogger herziehen möchte. Darf der seriöse Blogger so etwas überhaupt?
Fragen über Fragen. Und ja, ich möchte meinen Blog keinesfalls über die anderen Stellen, der Nichterfolg gebe mir hier Recht. Aber was gesagt werden will, muss eben auch mal gesagt werden!
Als beginnender Blogger muss sich jeder die eine elementare Frage stellen: Über was will ich eigentlich schreiben?
Fatal wäre es hier zu fragen, was die Menschen denn lesen wollen. Bitte, so einfach wollen wir es uns doch wohl nicht machen!
Doch die meisten unserer Zunft scheinen ihre selbst erwählte neue Aufgabe im Leben wohl genauso anzugehen. Und deshalb gibt es sie wohl auch: die Hass...ähm…Modeblogs.
Gut, sie scheinen die Nachkommen der guten alten Kataloge zu sein, aber deren Hersteller hatten wenigsten ein bisschen mehr Anspruch. Wer verspricht dem Leser bitte, dass besagte Blogger wirklich Ahnung von Mode haben?
Früher lief es also wie folgt ab: Ich brauche neue Klamotte, also geh ich einkaufen. Es wird Anprobiert und letztendlich gekauft. Jetzt ist nur ein kleiner Schritt dazu gekommen, der einen neuen Trend ausgelöst hat. Oh Wunder, jetzt fotografier ich mich mal eben mit dem gekauften Neuheiten. Schnell das neue IPhone raus (meine Liebe zu dieser technikgeworden Ausgeburt der Hölle, habe ich ja bereits kundgetan) und ab damit auf den eigenen Blog. Einfacher geht es nicht. Und obwohl das tolle am Bloggen ja die Freiheit jedes Einzelnen ist, frag ich mich doch immer wieder was das bitte soll.
Doch es geht noch viel schlimmer.
Das große Problem dieser Blogger: Neben der Selbstdarstellung kommt Rechtschreibung und Ausdruck leider viel zu kurz. Die drei Zeilen, die gedankenversunken unter das Bild geklatscht werden, sind eine wahre Sammelgrube der Fehler. Ok, Nobody is perfekt, aber ein bisschen Selbstachtung und Anspruch sollte schon dabei sein. Zeugen ja immerhin die Bilder von dir lieber Blogger, in allen erdenklichen Positionen und Gesichtsausdrücken von der Eigenliebe. Hier ein Tipp für alle kleinen Modeblogmädchen: geht zu Heidi Klum und lasst euch vor Millionen Zuschauern (ok das hätten die wohl gern) die Realität vor Augen führen!
Übertroffen werden diese Blogs nur von den „Was hab ich gekauft, gebastelt oder auch gekocht?“-Blogs. Ich dachte ernsthaft genau dafür gäbe es Facebook!
Doch hier wird der Leser mit den neusten erstanden Billignagellacken und Klamotten bombardiert. Eine Mischung also aus Modeblog und was-weiß-denn-ich. Hast du einmal Langeweile, dann poste deine neusten Billigerrungenschaften. Du wirst gar nicht so schnell gucken können, wie deine Leserzahl steigt. Doch das ist nicht verwunderlich. Immerhin hat (oder eher hatte) Deutschland sucht den Superstar ja auch hohe Einschaltquoten. Diese Blogs sind der absolute Untergang für alle ehrlichen Blogger.
Gute Blogs gehen leider unter dem schlechten Image, das die restlichen Einheitsbrei-blogs schaffen, vollkommen unter.
Und am Ende lässt sich streiten, wie wichtig die Blogs überhaupt sind und ob es nicht einfach jeder lassen sollte.
Ich werde wohl weiter machen (trotz immer wiederkehrender Zweifel, über den Sinn dieser ganzen Sache). Jeder geht eben anders mit seiner Freizeit um. Egal ob schlechter oder guter Blog-am Ende ist alles besser als das Nichtstun…und Modeblogs!

Sonntag, 7. April 2013

Einmal Verzicht zum mitnehmen bitte!

Über das Smartphone und seine Folgen


Bereits seit hunderten von Jahren predigt der Buddhismus, dass ein Mensch nur durch Verzicht zu innerer Ausgeglichenheit gelangen kann. In der heutigen Zeit ist das wohl kaum zu glauben, aber in den letzten Monaten musste ich feststellen wie viel Wahres doch in dieser Aussage steckt. Ok, ich möchte meine neues Smartphone, das ich mir auch aus einem (wie ich zugeben muss) unangenehmen Gruppenzwang angeschafft habe, keinesfalls verteufeln. Wie sich vielleicht einige Leser noch erinnern können, habe ich schon zu Beginn meines Blogs meine Abscheu gegenüber den ich-kann-alles-und-bin-eh-viel-besser-als-du-Telefonen zum Ausdruck gebracht. Ich könnte jetzt Ausreden finden weshalb ich unbedingt eines dieser Telefone BRAUCHE. Aber wer belügt sich schon gern selbst? Natürlich hab ich es gekauft ohne es wirklich zu benötigen. Und ich habe zu Beginn tatsächlich kaum meine Finger bei mir behalten können. Wenn ich jetzt so drüber nachdenke, ähneln diese Ausgeburten des Apple-Teufels schon sehr den Männern…

Aber ich schweife ab. Nach einiger Zeit der Probe dieses neuen Kommunikationsmittels in meinem Leben, kann ich nun endlich Ergebnisse liefern. Und eines kann ich vorweg nehmen: Hätte ich gewusst was mit dem Kauf eines solchen Ungetüms verbunden ist, hätte ich es wohl bis heute nicht getan. An mir, aber besonders an meiner Umgebung, konnte ich erschreckende Veränderungen feststellen, die ich kaum für möglich gehalten hätte. 
Vor meinen Ausführungen muss ich feststellen, dass ich mein Handy (wie es früher mal hieß) ohne jegliche vertraglichen Verpflichtungen gekauft habe. Nein ich besitze KEINE Internet-Flat und ja ich habe noch eine prepaid-Karte! Ich konnte ja nicht ahnen welche Probleme diese Tatsachen mit sich bringen würden. Und so bin ich also nur zuhause oder in der Uni erreichbar, was ich als vollkommen ausreichend erachte. Aber nein, nicht so meine Freunde. Viele von ihnen machten eine wirklich erschreckende Veränderung durch. War ich mal nicht bei Whats App (was übrigens durchaus nützlich sein kann) zu erreichen, dann wurde ich mit Facebook-Nachrichten bombardiert. All diese Nachrichten erhielt ich natürlich gleichzeitig und damit war der Großteil von ihnen auch vollkommen unnütz. Auf die Idee eine SMS zu schreiben oder gar anzurufen kam natürlich niemand. Wieso auch? In den ersten Wochen machte mich der ständige Druck der Erreichbarkeit fast rasend und ich suchte immer nach einem freien Handynetz. Und noch etwas musste ich an mir feststellen-ich hörte auf zu denken! Und das schockierte mich fast am meisten. War etwas unklar oder ich war mir einer Tatsache nicht ganz sicher, schaute ich im Internet nach. Angeregte Diskussionen wurden somit schnell zerstört und meine Gehirnzellen gleich mit. 
Irgendwann begriff ich den Ernst der Lage und beschloss, dass das Ganze schnell ein Ende haben musste. Und bald darauf bot sich mir die Gelegenheit dazu. Ein Ausflug in meine Heimatstadt zu meinen Großeltern. Verständlicherweise besitzen die kein Internet und der einzige Hotspot weit und breit war bei McDonalds zu finden. Angesichts dieser Tristesse fragt ich mich ernsthaft, warum mir die fehlende Modernität nicht schon früher aufgefallen war und seit wann hier eigentlich keine Pferdekutschen mehr fuhren. Letzteres kann ich aufklären: Sie fahren noch immer. 
Nach den ersten wirklich anstrengenden Tagen der Isolation gefiel mir das Ganze langsam wieder. Ich genoss die Freiheit und vermisste den Druck der Erreichbarkeit nun wahrlich nicht. Am Ende meines Urlaubs schaltete ich mein Smartphone erst einmal aus und hatte richtig Angst davor es wieder in Betrieb zu nehmen. Doch diese eine Woche der Abstinenz hat mich vieles gelehrt. Nun kann ich mit der Nachrichtenflut umgehen und ich bin meinen Smartphone auch dankbar für die Erkenntnis, dass Verzicht sehr beruhigend sein kann. Immer wieder lasse ich es auch mal zuhause und meine Nachrichten sind auch nicht mehr so wichtig. Und oh Wunder-meine Freunde haben sich auch daran gewöhnt.

Samstag, 9. Februar 2013

Pubertätskomplikationen

Wir sind zwar noch jung haben aber schon Schlimmes erlebt
Jahrelang wurden Leiber geformt und erregt

Ob nun Liebe, Hass oder Eigenzerstörung
Am Ende führte alles zur Umfeldsempörung

Ich schreibe hier also von der Pubertät
Eine Zeit in jedem Leben, die uns alle bewegt

Herausgefunden hab ich es gibt sie in Phasen
Und alle sehn sie aus wie niedliche Hasen

Drei an der Zahl und alle voll Schrecken
Die erste hass ich bis zum verrecken

Ich nenne die des Wachstums graus
Denn alle Körperteile sprießen nun raus

Sei es Gleichgewichtsschwankungen verursacht durch überdurchschnittlich großen Vorbau
Oder auch gürtellinienbezogener Gigantismus, oh bitte ich will keine Vorschau

Da erscheint oberhalb das Antlitz des Kindes 

Doch darunter verbirgt sich des Körpers nur schlimmstes

Und das schrecklichste daran- die geliebte Barbie kommt, verursacht durch Vorbau, nicht mehr an die Seele heran
Die Liebe zu Polly aus dem Pocketland ist zusammen mit Barbie zu Asche verbrannt

Nun schämst du dich für deine Vorliebe
Bedingt sie doch häufig nur noch tierische Triebe

Und apropos Liebe, die gibt’s ja nun auch
Vorher galt sie nur Batman und Jauch

Nun springt sie herum und tobt sich wahllos aus
Aus deinem Herz kommt täglich ein anderer raus

Sei es doch der einst so verhasste Lehrer
Oder der lang schon nervige Verehrer

Bei den Jungs, ja das ist es noch schlimmer
Zeigt sich die Liebe täglich im nassweißen Schimmer

Und auch die Barbie ist nun doch noch interessant
Hat man jetzt ein Sexobjekt in der Hand

Und so geht diese Phase zwei
Über in die selbstzerstörerische Drei

Ja diese ist die schlimmste von allen
Denn das eigene Selbst will einem nicht mehr gefallen

Ja was bist du eigentlich-Mensch oder Tier
Und warum sprießen die Haare auch hier

Der Charakter ist blöd und überhaupt
Gott hat sich bei den anderen einfach mehr erlaubt

Und da man ja weiß, dass man selbst sich nichts antuen kann
Ist eben die ach so perfekte Barbie dran

Doch nun muss ich jeden von euch enttäuschen
Diese Phasen wollen auch den Rest des Lebens verseuchen

Die Liebe relativiert sich ein wenig
Doch ihre Auswahl trifft sie trotzdem willkürlich

Die neuen Körperteile scheinen zu gefallen
Doch nein nicht nur dir, auch den anderen allen

Der Selbsthass, ja der verfliegt oft zum Glück
Nur selten lässt er sich blicken ein Stück

Doch eines kommt nach den drei Phasen wieder
Die Liebe zu Barby beherrscht nun meine Glieder

Mittwoch, 16. Januar 2013

Rückblick

Mein schlechtes Gewissen ruft mich schon eine ganze Weile: „Dein Blog ist einsam!“
Und es bezieht sich dabei sicher nicht auf die mickrige Leserschaft. Ich besuche ihn zwar schon das ein oder andere Mal, doch lange bei ihm bleiben kann ich leider nicht. Die Pflicht der Uni ruft mindestens genauso laut und fordert bei Ignoranz seinen Tribut.
Um mein Gewissen zu beruhigen, schreibe ich mal wieder was. Auch wenn die Themenwahl nicht besonders viel hergibt, weil die Uni in letzter Zeit wirklich SEHR laut gerufen hat.
Aber wir haben ja gerade erst mal Mitte Januar und da bietet sich ein Jahresrückblick an.  Ich hab lang überlegt wie ich das mit möglichst wenig Infos über mich selbst zu Stande bringe. Ich bin nämlich kein großer Fan von allzu persönlichen Blogs. Also gebe ich nichts Intimes über mich frei, sondern über die Menschen um mich herum.
Meine besten und längsten Freunde (ja ihr wisst doch, dass ihr gemeint seid) sollten doch jetzt bitte trotzdem weiter lesen. Ich werde auch nichts Schlimmes über euch schreiben! Wie sentimental ich allerdings bei der ganzen Sache werde, kann ich leider noch nicht sagen. Zur Erklärung noch Folgendes:  Ich liebe musikalische Jahresrückblicke und werde einfach meine Liebe zu verschiedenen Menschen mit ihnen verbinden.
Bitte erwartet jetzt von mir keine Musik, die ich im letzten Jahr besonders toll fand. Ich bin leider, was das angeht, eine Spätsünderin. Soll heißen- was andere schon lang cool finden, bekomm ich erst am Ende der wow-hör-dir-das-mal-an-Phase mit.
Aber die wichtigsten Menschen in meinem Leben haben immer ihren ganz eigenen Soundtrack. Und das ist doch auch was! (auch wenn die Auswahl ein bisschen exotisch ist)
Um das Ganze nicht unnötig in die Länge zu ziehen, hier nur eine kleine Auswahl:


Bine


Sie wird mich wahrscheinlich für dieses Lied hassen,  aber es sagt am besten etwas über unsere Beziehung aus. Nein wir werden nicht heiraten und sind auch nicht verbittert. Aber das Lied erinnert mich an einen wirklich lustigen Tag mit ihr, der exemplarisch  für unsere die Zeit ist. Mit wem sonst kann man lauthals auf der Leipziger Buchmesse ein Lied über Superheldinnen, die in Hochzeitskleidern gegen das Böse kämpfen, singen?


Josi


Das Lied löst bei mir immer eine melancholische Stimmung aus und erinnert mich an lange Autofahrten mit einer Menge Sitztanz und vielen Gesprächen. Es ist vielleicht nicht das emotionalste Lied, aber ich verbinde mit ihm all die Dinge die wir miteinander erlebt haben. Und sie weiß genau, dass sie mein ganz persönliches GZSZ ist.


Zu guter Letzt: meine Mama


Auch das ist nicht besonders emotional, aber ich verbinde es stark mit ihr. Ich werde immer ihre Stimme zu dem Lied hören und mir klar machen, welche Gene für mein nicht vorhandenes Gesangstalent verantwortlich sind. Und natürlich auch wie unglaublich cool meine Mama ist!

Dienstag, 16. Oktober 2012

Liebe


Ach ja, die Liebe…
Ursprünglich wollte ich hier gerade diesem Thema einen großen Platz einräumen.
Doch leider ist die Liebe oft viel zu kompliziert, macht sich rar oder ist deprimierend.
Kein Thema also für die freizeitlichen Freuden meines Lebens.
Meist wird angenommen, dass sich die Liebe nur auf die Freunde, den Lebensabschnittsgefährten (ja so nennen das die Verzweifelten), die Familie oder auch das Haustier beziehen kann.
Doch meine Liebe gilt so vielem mehr im Leben, lässt sich nicht eingrenzen und schon gar nicht nur auf einen Menschen beschränken.
Ich hatte schon bei meinem ersten Post angekündigt, dass ich auch über die Dinge schreiben werde, die mich am Herzen packen und es nicht mehr los lassen wollen. Leider ist das bis jetzt viel zu kurz gekommen und wird hiermit schleunigst nachgeholt. Ich widme mich jetzt also meiner ersten und auch intensivsten Liebe: Der Musik (ok, ich kann kein einziges Instrument spielen, aber ich höre sie gern)
Oftmals löst das Musikkonsumieren einen rauschartigen Zustand in mir aus. Sie unterstützt mich in meinen Gefühlen, oder kann sie sogar umstimmen. Fest steht: Musik ist eine unglaublich tolle Sache!
Doch meine Emotionen mag der, doch so beliebte, Mainstream-Pop nur selten in Wallungen bringen. Mit ca. 11 Jahren entdeckte ich aber in meinem fernen Land, weit weit weg von hier, eine Musikrichtung, die ihre Arme nach mir ausbreitete und mich nicht mehr hergab.
Japanische Musik, den sogenannten J-Pop oder J-Rock (ganz wie man es mag), hat mich  im Sturm erobert und wirbelt mich noch heute, von Zeit  zu Zeit, herum. Hier kann man träumen und sich vollkommen treiben lassen. 
Meine Liebe gilt nur wenigen außerwählten Künstlern, die es wert sind einmal erwähnt zu werden. Bei ihnen scheint alles ein wenig intensiver. Ich kann mich mit ihrer Musik mehr freuen oder stärker trauern.

Angefangen hat alles mit Gackt. Er war also mein Tor in den japanischen Pop. Die Japaner beherrschen dabei ihr Handwerk wie kaum eine andere Nation. Gackt spielt unzählbar viele Instrumente und verzaubert mit seinen, sehr ungewöhnlichen, Klängen. Sein Album „Rebirth“ verehre ich bis heute.


Gackt führte mich auch zu Miyavi, der mit seiner verrückten Musik meine Ohren schnell eroberte.


Doch es geht auch anders. Dir en Grey entsprechen meinem Herz für die harte Seite der japanischen Musik. 




Mittwoch, 29. August 2012

Komm ich jetzt ins Fernsehen?


Grafik: (c) RTL
Die Antwort darauf lautet leider ja. Doch das Ganze wird noch schlimmer! Der nicht ganz gewollte Ausflug in die schlimmste aller Fernsehlandschaften wird auch noch zur besten Sendezeit, diverse Samstagabende, für Millionen Menschen zu sehen sein. Dabei war das Ziel, für mich und meine Begleitung,  nur einen langweiligen Sonntag zu füllen! Beim Surfen durch das Internetsommerloch, wurde ich auf die Aufzeichnungen der „grandiosen“ Sendung „Das Supertalent“ aufmerksam. Vielleicht kann man bei denen ja mal schauen wie das mit dem Fernsehmachen so läuft. Kann ja nicht schaden, als angehende Journalistin. Außerdem passte alles: Ich war in Berlin, die waren in Berlin und Zeit füreinander hatten wir anscheinend beide. Also nichts wie hin! Was aber daraus wurde, konnte ja keiner ahnen.

Ab dem Moment meines Ankommens, am Ort des Geschehens, wurde ich Zeugin sonderbarer Vorkommnisse. Die Karten und den damit frisch zugewiesenen Sitzplatz bekam ich erst am Eingang.
Der auffällig unfreundliche Mitarbeiter machte schon jetzt die Regeln klar: „Ihr seid im gut sichtbaren Kamerabereich. Soll heißen ihr dürft euch 3 Stunden nicht bewegen!“ Somit waren wir also gefangen in der Fernsehhölle und es sollte keinen Ausweg geben. Wie schlimm das Ganze werden würde konnte zu diesem Zeitpunkt niemand wissen. Mit den 2 Stunden, die wir bis zu Beginn der Show warten mussten, hatten wir auch schon unsere Hauptaufgabe des Tages angetreten: Warten, Warten und nochmals Warten. Bei Einlass drängten sich die Massen in das Gebäude und es konnte endlich losgehen. Mit Schrecken mussten meine Begleitung und ich schnell feststellen, dass wir wirklich in einem sehr gut sichtbaren Bereich saßen. Um genau zu sein ca. einen Meter von der Jury entfernt. Würde also irgendjemand der 3 Herrschaften einen Mucks machen, würden wir mit im Bild sein. Doch dem schnell aufkommenden Fluchtinstinkt ließ ich keine Zeit-die Show sollte jeden Augenblick losgehen. Naja wir mussten uns noch diverse Male mit dem Einheizer begnügen, der uns permanent anzuschreien schien und versuchte uns mit Witzen zu bombardieren. Nach einer Einleitung des Moderators Daniel Hartwich, dessen gutes Aussehen kaum über seine schlechten Witze hinwegtrösten konnte, ging es los. Die Aufregung war zu diesem Zeitpunkt unter der Hitze längst verpufft. Nun begannen 3 Stunden Belanglosigkeit. Die Jury würdigte uns keines Blickes und auch miteinander schienen sie keinen Spaß zu haben. Bereits nach den ersten 2 Acts wurde es schnell langweilig.  Mein Platz hinter der Jury, lässt mich auch hierbei verzweifeln. Dank Thomas Gottschalk, der direkt vor mir platziert wurde, darf ich mir nun die Auftritte noch einmal in Fernsehen anschauen. Erst hier werde ich wohl sehen, was die da wirklich auf der Bühne getrieben haben. Einstudierte Beurteilungen und einigermaßen langweilige Kandidaten wechseln sich im Gleichschritt ab. Doch uns wird für den Preis unserer Karten einiges geboten. Von einem Menschen im SM-Pferdekostüm (was es nicht alles gibt), über einen Stripp mit anschließendem Heiratsantrag und einem niedlichen Kind, bis hin zu dem obligatorischen schweren Schicksal war wirklich alles vertreten. Doch die Hitze ließ uns das Spektakel kaum genießen. Wir waren unheimlich erleichtert, als die 3 Stunden endlich vorbei waren. Nachdem die Jury uns, bei ihrem Abgang, keines Blickes gewürdigt hat, haben auch wir uns lechzend heraus geschleppt.

Doch am Ende war diese kleine Exkursion höchst aufschlussreich. Das zukünftige Supertalent habe ich wohl nicht gesehen. Aber das ist ok. Auch wenn man meint eine Vorstellung zu haben, wie sehr man eine Sendung im Fernsehen aufhübschen kann, bin ich wirklich gespannt wie sie das hinbekommen wollen. Aber eines bin ich mir sicher: RTL wird das schon schaffen!

Mittwoch, 25. April 2012

Wie viel Facebook steckt in dir?


Facebook…
Oh ja,  wir alle lieben doch dieses wunderbare soziale Netzwerk doch. Oder nicht?
Ich habe von unglaublich vielen Nutzern, dieser suchterzeugenden Plattform, kaum Positives gehört. Fast jeder beginnt sich aufzuregen, wenn Facebook erwähnt wird. Doch warum nutzen wir es dann alle? Sind wir echt so Scheinheilig? Immerhin hat Facebook alle anderen sozialen Netzwerke konkurrenzlos abgehängt. Und es scheint sich bis jetzt noch nichts Neues und Vergleichbares entwickelt zu haben. Ich kenne zumindest noch niemanden, der Google+ nutzt! Bei all den Hasstieranden, die auf dieses soziale Netzwerk niederprasseln, scheint sich trotzdem doch niemand entziehen zu können. Ganz im Gegenteil: Viele lassen es noch mehr als nötig in ihr Privatleben. Es gibt hierbei die unterschiedlichsten Facebooknutzer: 
1. Die „Guten Morgen“-Fetischisten: Von Ihnen hört man mindestens einmal am Tag. Aller spätestens nach dem Aufstehen. Denn dann scheint ihre erste Handlung der Griff zu etwas Internetfähigem zu sein. Man darf dann so nette Sachen lesen, wie „Guten Morgen meine Lieben. Ich geh jetzt erst mal aufs Klo. Wünsch euch allen einen schönen Tag!“ Hach würde es doch nur bei dieser Intimität bleiben! Kurze Zeit später wird dann auch das Frühstück ausreichend kommentiert (vielleicht ja sogar mit einem netten Foto der angelblichen Köstlichkeiten). Der hiesige Facebooknutzer kann sich sicher sein, dass er auch noch einmal vor dem Schlafengehen von seinem „Freund“ hören wird. Was mir besonders aufgefallen ist, ist die Tatsache, dass diese verquere Spezies auch gern mal ihr allgemeines Gefühlsleben offen vor sich her trägt. Meinst geschieht das mit Zitaten, um ihr Innerstes preis zu geben. Und damit hat Facebook ja schon mal sein Ziel erreicht, oder soll man etwa nicht seine Seele offenlegen?
2. Die „Gott war ich betrunken“-en: Sie nutzen ihr soziales Netzwerk, um allen zu sagen wie unglaublich toll sie sind. Und wie äußert sich dieses Tollsein? Klar, man ist so oft wie möglich auf allen noch so schlechten Partys und betrinkt sich jedes Mal ordentlich. Das sollen bitte nicht nur alle Anwesenden mitbekommen, sondern überhaupt die ganze Welt. Dann wird gleich nach dem Nachhause kommen und im hart erarbeiteten Vollrausch gepostet, wann und wie viel man getrunken hat und wo überall es schon wieder den Weg nach draußen gesucht hat.
3. Die „Gefällt mir“-Einfältigen: Ok, wie können einem Menschen bitte gefühlte eine Millionen Dinge gefallen? Wenn deine „Like“-Liste länger ist als alles was du jemals gepostet hast, solltest du dir wohl ernsthaft Gedanken machen. Wenn dir nicht nur Bands, sondern auch diverse Marken, vom Auto bis zum Lippenpflegestift, gefallen dann kann ich sagen: Willkommen in deiner ganz persönlichen Meinungslosigkeit!
Man kann hier jetzt noch einige andere Gruppen aufführen. Vom „Ich poste alles, was ich mit meiner Kamera vor die Linse bekomme, auch wenn es den Menschen auf diesen Bildern nicht passt!“ bis hin zu dem „Ich bin zwar jeden Tag online, um meine Freunde zu stalken, poste aber selbst nie etwas und überhaupt werde ich höchstens mal auf einigen Fotos verlinkt“. Egal zu welcher Gruppe man gehört, man braucht sich doch nicht wirklich aufregen. Man ist irgendwie immer aktiv, egal ob sehr intim oder doch eher zurückhaltend. Ein Hoch auf die, die noch nicht in diesem Kreislauf angemeldet sind und sich dem Ganze entziehen können. Naja, und sind wir mal ehrlich! Wie langweilig wäre Facebook denn ohne diese ganzen postenen „Individuen“??

Donnerstag, 1. März 2012

Für...


"Leben ist Mist!"
Das hab ich schon von so vielen Menschen gehört und ja, auch aus meinem Mund kamen diese Worte schon einmal. Aber haben wir schon drüber nachgedacht, was für ein Mist sterben ist??
Von vielen hört man, dass man das Leben auskosten muss und jeden Sekunde genießen soll.Ich bin vollkommen dieser Meinung. Jeden Tag aufs Neue versucht es doch jeder von uns zu bekommen-dieses unglaubliche Gefühl am Leben zu sein und auch noch alles dabei richtig zu machen. Doch wer garantiert mir, dass der Tot nicht so scheiße ist, dass er alles Lebenswerte, was wir uns in unserem so hart erkämpften lebenswerten Leben aufgebaut haben, einfach über den Haufen fährt. Vielleicht wird er sich ja nicht einmal dabei umdrehen und zurückblickend sagen: "Tut mir leid du schönes Leben, aber nun ist es halt vorbei!"
Wie lang darf der Tot dauern, um das lebenswerte Leben nicht vollkommen in Vergessenheit geraten zu lassen? Hat er überhaupt die Macht dazu? Oder bleibt das Leben unser Leben egal wie wir sterben?  Sterben wir nicht eh jeden Tag ein bisschen mehr und versuchen nur unseren Tot lebenswert zu machen? (mag man diese Aussage glauben, sieht es nicht gerade rosig für uns aus)  Oder ist der Vorgang des endgültigen Sterbens der Tot?
Darf man am Ende des Sterbens froh darüber sein, dass es vorbei ist?
Du bist leider viel zu lang gestorben und es tut mir leid dich jetzt gehen zu lassen. Aber ich würde behaupten dein Leben war schön und du hast es nun verdient...

Montag, 20. Februar 2012

Liebe auf den 2. Blick


Man hätte es wohl kaum noch erwartet und hat sich schon mit einem erleichterten „Puh nochmal davon gekommen!“ über die Stirn gewischt. Doch was sagt man so schön? Freu dich nie zu früh! Und nun ist er da. Der kälteste Winter seit Menschengedenken. Na gut das vielleicht nicht gerade, aber unsere privaten Lieblingssender überschlagen sich gerade mal wieder mit Horrormeldungen. Danke, lieber Winter, kann man da sagen. Immerhin  hat er ihnen ein Thema geliefert und wir müssen nicht auf Promi XYZ zurückgreifen. Aber trotz all dem Schlechten, was dieser leicht überfällige Winter so mit sich bringt, müssen wir doch mal auf die positiven Seiten schauen. Eigentlich ist „müssen“ auch der falsche Ausdruck. Mir hat mal jemand gesagt, dass es das Schwerste ist, mit offenen Augen zu schauen. Und dem stimme ich zu!
Versuchen wir es doch einmal und wir werden sehen, was alles unglaublich Schönes vor uns liegt. (ja das war kitschig!) Ich gebe zu, dass minus 20 °C nicht gerade besonders einladend sind. Aber dieser Winter (und gezwungenermaßen auch die Temperaturen, die er so mit sich bringt) kann uns echt den Tag verschönern. Da kann schon mal eine Zugfahrt zu einem wirklich entspannten und beruhigenden Erlebnis werden. Ich weise hierbei auf das nebenstehende Foto hin, denn so schön kann es wirklich sein. Für mich hat diese Zeit des Jahres immer eine besonders beruhigende Wirkung. Man wähle, aus den 50 Alben auf seinem MP3-Player, ein wirklich schönes Lied aus und schaue dabei aus dem Fenster. Ob es sich dabei um ein Zugfenster oder um ein normales Fenster handelt, ist vollkommen egal. Man sollte vielleicht nicht direkt auf die Mauer des Nachbarhauses schauen. Hat man besagtes Lied laufen, muss man sich einfach mal ein bisschen Zeit nehmen, um zu beobachten was eigentlich vor einem geschieht. Für mich persönlich ist das oft besser als alle Entspannungsübungen der Welt und mit das Schönste, was man in seinem Leben zu sehn bekommt. Eine größere Wirkung entfaltet das Ganze, wenn es anfängt zu schneien. Dies ist also mein ultimativer Tipp, dem Winter etwas Gutes abzugewinnen. Er wird leider viel zu oft unterschätzt und zu wenig geliebt. Also beginnt auch mal die Dinge zu lieben, die es einem auf den ersten Blick vielleicht nicht ganz so leicht machen. Ihr werdet merken, es lohnt sich. Ich spreche hierbei nicht nur vom Winter…

Mittwoch, 11. Januar 2012

2012 und die Vorsatzidioten


31.12.2011- ich geb ja zu, es ist schon wieder eine ganze Weile her.
Aber wie ich an meinen Mitmenschen, die mir immer noch ein frohes neues Jahr wünschen, feststellen muss, ist das wohl nicht bei allen angekommen. Leider muss ich zugeben, dass ich im Laufe der 21 Silvester, die ich jetzt schon erleben durfte (oder vielleicht musste), es noch nicht lieben gelernt habe. Ich hoffe das wird sich in den nächsten, hoffentlich 80 Silvester, noch ändern. Ich kann aber sagen, dass es ein wirklich unglaublich schönes Silvester war, was aber wohl eher an den Menschen, die sich bereit erklärten es mit mir zu feiern, liegen dürfte. Und ich bin wirklich fest davon überzeugt, dass ein anderer Tag, ohne dieses Ereignis und mit den gleichen Menschen, wohl nicht weniger schön gewesen wäre. Doch noch mehr als diesen Zwang, an diesem Tag etwas unübertreffbar- Tolles- und- nicht- vergleichbar-  Ausschweifendes- und- überhaupt- das- Beste- aller- Zeiten machen zu müssen, stören mich wohl diese „Guten Vorsätze“. Gott meine Magensäfte kommen schon in Wallungen, wenn ich diesen Ausdruck nur höre. Warum müssen es denn immer so unglaublich belanglose und absolut nicht erreichbare Dinge sein? 
„Ich möchte auf jeden Fall weniger essen!“ 
„Sport, ja Sport mache ich dieses Jahr aber 100%ig!“ 
„Und überhaupt möchte ich Mich und alles, was mich umgibt, viel besser machen!“ 
Da frag ich mich doch wirklich: HABT IHR DENN ECHT KEINE ANDEREN PROBLEME??

Wartet mal ab, bis euch ein wirklich schlechtes Jahr erwischt. Dann werdet ihr euch sicher für das nächste Jahr einfach ein bisschen Freude und Normalität wünschen. Ich hatte, bis auf ein paar kleine Unfälle in Sachen Glück, ein gutes Jahr. Und ja, auch ich habe vielleicht ein paar Wünsche. Aber Achtung, ich meine damit keine Vorsätze!
Ich wünsche mir einfach, wie schon im letzten Jahr, ein konstantes Gut für 2012. (na ok, vielleicht auch mal ein sehr gut) 

Dienstag, 13. Dezember 2011

Realität versus Smartphone



Die moderne Technologie hat uns ja so einiges ermöglicht und ich bin ihr dafür auch echt dankbar. Leider ist es jedoch hier genauso wie in allen anderen Bereichen des Lebens- die Medaille hat immer zwei Seiten. Und eine dieser nicht besonders erfreulichen Seiten, sind für mich diese wirklich unglaublich nervigen und immer präsenten Smartphones. Ich bin ja auch der Meinung, dass die Menschen, die dieses Gerät erfunden haben, wirklich geniale Köpfe sind, wovor ich auch wirklich meinen imaginären Hut ziehe. Doch haben die sich eigentlich mal Gedanken darüber gemacht was diese Dinge mit unserer sozialen Kompetenz anrichten? Wahrscheinlich schon. Und die Erfinder lachen sich jeden Tag auf neue ins Fäustchen. Es hat wohl noch  kaum eine Firma vorher geschafft nicht nur ihre eigenen Kunden, sondern auch alle anderen Menschen in deren Umgebung zu manipulieren. Denn wir, die die keines dieser neuartigen Geräte besitzen, sind doch die eigentlichen Leidtragenden. Da werden einfach mal Gespräche mitten im Satz abgebrochen, weil deinem Gesprächspartner eingefallen ist, dass er doch schon ganze 5 Minuten nicht mehr bei Facebook war. Ich unterstütze es ja, mit alten und auch neuen Freunden in Kontakt zu bleiben und sich über alles austauschen zu können. Ich möchte auch gar nicht in Frage stellen, dass uns das Internet, und damit auch gezwungenermaßen das Smartphone, ungeahnte Möglichkeiten aufzeigen, die es so vor einigen Jahren noch nicht gegeben hat. Doch diese Telefone, die es ja nun wirklich nur noch im weitesten Sinne sind, schließen alle Nichtbesitzer aus. Und wo bleiben wir dann?? Wir können nicht ständig über die neusten Apps reden und sind auch nicht gefühlte 100 Mal (obwohl ich nicht weiß, ob das bei einigen nicht sogar die Realität ist) bei Facebook oder anderen sozialen Netzwerken. Wir wissen nicht was Freund X heute um 15 Uhr gemacht hat und was er denn zum Abendbrot hatte. Ja wir konnten uns ja nicht mal das hochgeladene Foto dazu anschauen. Wir müssen warten bis wir den nächsten Laptop oder Computer erreichen um wieder auf den Laufenden zu sein. Das kann schon mal ein paar Stunden dauern und wir bekommen so die Tagesabläufe unserer sogenannten „Freunde“ zeitversetzt mit. Aber sind wir doch mal ehrlich. Wollen wir denn immer top informiert sein? Wo bleiben die Ruhe und die Zeit für das eigene Leben? Eine gewisse Informiertheit ist ja in bestimmten Situationen ganz hilfreich. Doch leider bleibt es viel zu selten dabei. Ich genieße es Ruhe zu haben und auch einfach mal ein paar Tage nicht online zu sein. Ich rate euch es einfach mal auszuprobieren und ihr werdet merken wie viele eurer „Probleme“ sich von selbst lösen. Ich bin dafür, dass man mal wieder lernen sollte sich mit sich selbst zu beschäftigen, und das am besten auch noch sinnvoll. Man kann die Ruhe genießen und ist vielleicht auch ein bisschen mehr mit sich selbst im Reinen, wenn man einfach mal ein bisschen mehr Zeit mit sich verbringt. Das kann oft sogar wahre Wunder wirken. Ich rufe euch hiermit zur Entschleunigung eures Lebens auf und wünsch viel Spaß dabei!!

Montag, 12. Dezember 2011

Leben


Ich kann nichts sehn…
Ich kann nichts hören…
Auch das Denken fällt mir schwer…
Ich hoffe auf Besserung. Nur alle paar Augenblicke kommt dieser Impuls. Er ist kaum zu deuten. Es fühlt sich wie ein Pochen an. Doch das kann ich nur raten, weil ich noch nie ein wirkliches Pochen vernommen hab. Ich spüre es ständig und immer wieder werde ich davon überrascht.
Mein Körper verändert sich ständig. Er wird größer und nimmt Formen an, die mir neu sind und mir Angst machen. Es wachsen Dinge aus mir, mit denen ich nichts anfangen kann. Ich hoffe, dass das Alles irgendwann einen Sinn für mich ergibt. Ich möchte gern wissen für was diese Dinge, die ich so intensiv spüre, gut sind. Ich will wissen wo ich bin und was das alles soll.
Mit der Zeit wird mir immer mehr bewusst. Ich kann hören was um mich herum geschieht. Doch leider wird alles immer verwirrender für mich. Ich kann all diese Geräusche nicht zuordnen und das macht mir ungeheure Angst. Doch diese allumfassende Wärme, die mich zu umgeben scheint, macht alles ein bisschen erträglicher und langsam gibt es Momente an denen ich mich hier wohl fühle. Auch die Geräusche scheinen einen Rhythmus zu haben und werden damit immer vertrauter für mich. Jetzt sind sie nur noch ein angenehmer Hintergrund, der mich durch die wohlige Umgebung trägt. Ich kann es kaum erwarten zu sehen wo ich mich befinde. Dabei bin ich mir so sicher, dass es irgendwann geschehen wird. Ich weiß genau, dass ich dafür ausgestattet bin und bald muss es wohl auch soweit sein.
Meine Erwartungen wurden enttäuscht! Alles ist rot und ich bin eng umschlossen von einem Ding, das ich nicht deuten kann. Wenn das was ich sehe, wenn ich an mir runter schaue, ich bin, kann ich mir kaum vorstellen, was ich damit anfangen soll. Es sieht so anders aus als meine Umgebung und kommt mir doch recht vertraut vor. Wo ich mich befinde, kann ich immer noch nicht sagen. Doch vor kurzem war ich in einer anderen Welt. Ich weiß nicht wo ich war und wie ich dorthin gekommen bin, aber ich hatte diesen Ort verlassen. Ich kann diesen anderen Ort nicht beschreiben. Meine Erinnerung ist nicht klar genug. Aber es war sehr schön dort. Die allumfassende Wärme gab es auch dort und die Hintergrundgeräusche waren verschwunden. Ich habe mich nicht mehr so verloren und eingesperrt gefühlt. Doch am Ende bin ich ja doch wieder hier. Und egal wie oft ich an diesen anderen Ort zurückkehre, der sich eigenartigerweise immer zu verändern scheint, ich lande doch wieder hier. Ich bin traurig und wütend darüber. Es muss doch noch etwas anderes geben. Ich hoffe sehr, dass ich es bald herausfinde. Besonders weil es hier immer unerträglicher wird. Ich höre jetzt Stimmen und kann Gespräche außenstehender verfolgen. Leider kann ich nicht sagen woher sie kommen, doch sie sind fast immer da. Ich hoffe inständig, dass das alles bald ein Ende hat. Ich fühle mich, je mehr ich mich entwickle, immer stärker gefangen. Ich brauche jemanden, der mir erklären kann was mit mir geschieht. Er soll mir sagen, dass alles in Ordnung ist und ich keine Angst haben brauch. Denn das ist zurzeit das Einzige, was ich empfinde. Ich kann das alles nicht länger ertragen und möchte so schnell wie möglich hier raus.
Meine kleine Welt hat sich auf den Kopf gestellt. Doch ich glaube, das liegt einzig und allein daran, dass ich mich gedreht hab. Es geschah ganz plötzlich und ich konnte nichts dagegen machen. Nun häng ich hier und meine Situation wird immer unerträglicher. Ich habe beschlossen, mir in nächster Zeit einen Ausweg zu suchen. Es muss einfach noch etwas anderes, als diesen Ort, geben. Irgendwo müssen doch diese Geräusche und Stimmen her kommen, die mich so sehr in den Wahnsinn treiben. Ich werde diesen Ort suchen und inständig hoffen, dass es dort besser ist als das mir Bekannte.
Ich werde mich nun auf den Weg machen, auch wenn er beschwerlich sein wird. Ich hoffe, dass mich überhaupt etwas erwartet. Wenn dies das einzig für mich Bestimmte ist, dann möchte ich nicht mehr existieren.

Ich werde begrüßt von Schreien. Welche Gefühle diese ausdrücken sollen, kann ich nicht sagen. Zeit darüber nachzudenken habe ich auch nicht mehr.
Es wird hell…

Sonntag, 11. Dezember 2011

Der erste Post!


Was kann ich sagen?? Der erste Post ist wahrlich nicht besonders einfach. 
Man kann das vielleicht mit der Überschrift eines Artikels, oder mit dem ersten Satz eines Buches vergleichen. Ich erinner mich, dass schon bei Aufsätzen in der Schule, der erste Satz immer der schwierigste war.
Leider hat sich das anscheinend nicht geändert.
Ich fang einfach mal an und kann euch sagen, was ihr hier zu erwarten habt.
Ich werde euch, hoffentlich in regelmäßigen Abständen, mit immer neuen Texten versorgen. Dabei wende ich mich den ganz normalen, großen und kleinen, Problemen des Alltags zu. Was bewegt mich grad?? Über was kann man sich im Moment besonders gut aufregen und was ist vielleicht so erfreulich, dass es unbedingt festgehalten werden muss? Genau um diese Dinge dreht sich unsere Welt tag täglich, also werde ich mich ihnen auch widmen.
Dann versuche ich regelmäßig ein wenig kreativ zu sein und immer mal wieder Kurzgeschichten zu liefern.
Was diese angeht…lasst euch lieber überraschen! (Ich bin genauso gespannt)

Ich hoffe ihr habt ein bisschen Spaß auf dieser Seite, denn darum geht’s im Leben!