Dienstag, 13. Dezember 2011

Realität versus Smartphone



Die moderne Technologie hat uns ja so einiges ermöglicht und ich bin ihr dafür auch echt dankbar. Leider ist es jedoch hier genauso wie in allen anderen Bereichen des Lebens- die Medaille hat immer zwei Seiten. Und eine dieser nicht besonders erfreulichen Seiten, sind für mich diese wirklich unglaublich nervigen und immer präsenten Smartphones. Ich bin ja auch der Meinung, dass die Menschen, die dieses Gerät erfunden haben, wirklich geniale Köpfe sind, wovor ich auch wirklich meinen imaginären Hut ziehe. Doch haben die sich eigentlich mal Gedanken darüber gemacht was diese Dinge mit unserer sozialen Kompetenz anrichten? Wahrscheinlich schon. Und die Erfinder lachen sich jeden Tag auf neue ins Fäustchen. Es hat wohl noch  kaum eine Firma vorher geschafft nicht nur ihre eigenen Kunden, sondern auch alle anderen Menschen in deren Umgebung zu manipulieren. Denn wir, die die keines dieser neuartigen Geräte besitzen, sind doch die eigentlichen Leidtragenden. Da werden einfach mal Gespräche mitten im Satz abgebrochen, weil deinem Gesprächspartner eingefallen ist, dass er doch schon ganze 5 Minuten nicht mehr bei Facebook war. Ich unterstütze es ja, mit alten und auch neuen Freunden in Kontakt zu bleiben und sich über alles austauschen zu können. Ich möchte auch gar nicht in Frage stellen, dass uns das Internet, und damit auch gezwungenermaßen das Smartphone, ungeahnte Möglichkeiten aufzeigen, die es so vor einigen Jahren noch nicht gegeben hat. Doch diese Telefone, die es ja nun wirklich nur noch im weitesten Sinne sind, schließen alle Nichtbesitzer aus. Und wo bleiben wir dann?? Wir können nicht ständig über die neusten Apps reden und sind auch nicht gefühlte 100 Mal (obwohl ich nicht weiß, ob das bei einigen nicht sogar die Realität ist) bei Facebook oder anderen sozialen Netzwerken. Wir wissen nicht was Freund X heute um 15 Uhr gemacht hat und was er denn zum Abendbrot hatte. Ja wir konnten uns ja nicht mal das hochgeladene Foto dazu anschauen. Wir müssen warten bis wir den nächsten Laptop oder Computer erreichen um wieder auf den Laufenden zu sein. Das kann schon mal ein paar Stunden dauern und wir bekommen so die Tagesabläufe unserer sogenannten „Freunde“ zeitversetzt mit. Aber sind wir doch mal ehrlich. Wollen wir denn immer top informiert sein? Wo bleiben die Ruhe und die Zeit für das eigene Leben? Eine gewisse Informiertheit ist ja in bestimmten Situationen ganz hilfreich. Doch leider bleibt es viel zu selten dabei. Ich genieße es Ruhe zu haben und auch einfach mal ein paar Tage nicht online zu sein. Ich rate euch es einfach mal auszuprobieren und ihr werdet merken wie viele eurer „Probleme“ sich von selbst lösen. Ich bin dafür, dass man mal wieder lernen sollte sich mit sich selbst zu beschäftigen, und das am besten auch noch sinnvoll. Man kann die Ruhe genießen und ist vielleicht auch ein bisschen mehr mit sich selbst im Reinen, wenn man einfach mal ein bisschen mehr Zeit mit sich verbringt. Das kann oft sogar wahre Wunder wirken. Ich rufe euch hiermit zur Entschleunigung eures Lebens auf und wünsch viel Spaß dabei!!

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