Ich kann nichts sehn…
Ich kann nichts hören…
Auch das Denken fällt mir schwer…
Ich hoffe auf Besserung. Nur alle paar Augenblicke kommt
dieser Impuls. Er ist kaum zu deuten. Es fühlt sich wie ein Pochen an. Doch das
kann ich nur raten, weil ich noch nie ein wirkliches Pochen vernommen hab. Ich
spüre es ständig und immer wieder werde ich davon überrascht.
Mein Körper verändert sich ständig. Er wird größer und nimmt
Formen an, die mir neu sind und mir Angst machen. Es wachsen Dinge aus mir, mit
denen ich nichts anfangen kann. Ich hoffe, dass das Alles irgendwann einen Sinn
für mich ergibt. Ich möchte gern wissen für was diese Dinge, die ich so
intensiv spüre, gut sind. Ich will wissen wo ich bin und was das alles soll.
Mit der Zeit wird mir immer mehr bewusst. Ich kann hören was
um mich herum geschieht. Doch leider wird alles immer verwirrender für mich.
Ich kann all diese Geräusche nicht zuordnen und das macht mir ungeheure Angst.
Doch diese allumfassende Wärme, die mich zu umgeben scheint, macht alles ein
bisschen erträglicher und langsam gibt es Momente an denen ich mich hier wohl
fühle. Auch die Geräusche scheinen einen Rhythmus zu haben und werden damit
immer vertrauter für mich. Jetzt sind sie nur noch ein angenehmer Hintergrund,
der mich durch die wohlige Umgebung trägt. Ich kann es kaum erwarten zu sehen
wo ich mich befinde. Dabei bin ich mir so sicher, dass es irgendwann geschehen
wird. Ich weiß genau, dass ich dafür ausgestattet bin und bald muss es wohl
auch soweit sein.
Meine Erwartungen wurden enttäuscht! Alles ist rot und ich
bin eng umschlossen von einem Ding, das ich nicht deuten kann. Wenn das was ich
sehe, wenn ich an mir runter schaue, ich bin, kann ich mir kaum vorstellen, was
ich damit anfangen soll. Es sieht so anders aus als meine Umgebung und kommt
mir doch recht vertraut vor. Wo ich mich befinde, kann ich immer noch nicht
sagen. Doch vor kurzem war ich in einer anderen Welt. Ich weiß nicht wo ich war
und wie ich dorthin gekommen bin, aber ich hatte diesen Ort verlassen. Ich kann
diesen anderen Ort nicht beschreiben. Meine Erinnerung ist nicht klar genug.
Aber es war sehr schön dort. Die allumfassende Wärme gab es auch dort und die
Hintergrundgeräusche waren verschwunden. Ich habe mich nicht mehr so verloren und
eingesperrt gefühlt. Doch am Ende bin ich ja doch wieder hier. Und egal wie oft
ich an diesen anderen Ort zurückkehre, der sich eigenartigerweise immer zu
verändern scheint, ich lande doch wieder hier. Ich bin traurig und wütend
darüber. Es muss doch noch etwas anderes geben. Ich hoffe sehr, dass ich es
bald herausfinde. Besonders weil es hier immer unerträglicher wird. Ich höre
jetzt Stimmen und kann Gespräche außenstehender verfolgen. Leider kann ich
nicht sagen woher sie kommen, doch sie sind fast immer da. Ich hoffe inständig,
dass das alles bald ein Ende hat. Ich fühle mich, je mehr ich mich entwickle,
immer stärker gefangen. Ich brauche jemanden, der mir erklären kann was mit mir
geschieht. Er soll mir sagen, dass alles in Ordnung ist und ich keine Angst
haben brauch. Denn das ist zurzeit das Einzige, was ich empfinde. Ich kann das
alles nicht länger ertragen und möchte so schnell wie möglich hier raus.
Meine kleine Welt hat sich auf den Kopf gestellt. Doch ich
glaube, das liegt einzig und allein daran, dass ich mich gedreht hab. Es
geschah ganz plötzlich und ich konnte nichts dagegen machen. Nun häng ich hier
und meine Situation wird immer unerträglicher. Ich habe beschlossen, mir in
nächster Zeit einen Ausweg zu suchen. Es muss einfach noch etwas anderes, als
diesen Ort, geben. Irgendwo müssen doch diese Geräusche und Stimmen her kommen,
die mich so sehr in den Wahnsinn treiben. Ich werde diesen Ort suchen und
inständig hoffen, dass es dort besser ist als das mir Bekannte.
Ich werde mich nun auf den Weg machen, auch wenn er
beschwerlich sein wird. Ich hoffe, dass mich überhaupt etwas erwartet. Wenn
dies das einzig für mich Bestimmte ist, dann möchte ich nicht mehr existieren.
Ich werde begrüßt von Schreien. Welche Gefühle diese
ausdrücken sollen, kann ich nicht sagen. Zeit darüber nachzudenken habe ich
auch nicht mehr.
Es wird hell…
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