Samstag, 9. Februar 2013

Pubertätskomplikationen

Wir sind zwar noch jung haben aber schon Schlimmes erlebt
Jahrelang wurden Leiber geformt und erregt

Ob nun Liebe, Hass oder Eigenzerstörung
Am Ende führte alles zur Umfeldsempörung

Ich schreibe hier also von der Pubertät
Eine Zeit in jedem Leben, die uns alle bewegt

Herausgefunden hab ich es gibt sie in Phasen
Und alle sehn sie aus wie niedliche Hasen

Drei an der Zahl und alle voll Schrecken
Die erste hass ich bis zum verrecken

Ich nenne die des Wachstums graus
Denn alle Körperteile sprießen nun raus

Sei es Gleichgewichtsschwankungen verursacht durch überdurchschnittlich großen Vorbau
Oder auch gürtellinienbezogener Gigantismus, oh bitte ich will keine Vorschau

Da erscheint oberhalb das Antlitz des Kindes 

Doch darunter verbirgt sich des Körpers nur schlimmstes

Und das schrecklichste daran- die geliebte Barbie kommt, verursacht durch Vorbau, nicht mehr an die Seele heran
Die Liebe zu Polly aus dem Pocketland ist zusammen mit Barbie zu Asche verbrannt

Nun schämst du dich für deine Vorliebe
Bedingt sie doch häufig nur noch tierische Triebe

Und apropos Liebe, die gibt’s ja nun auch
Vorher galt sie nur Batman und Jauch

Nun springt sie herum und tobt sich wahllos aus
Aus deinem Herz kommt täglich ein anderer raus

Sei es doch der einst so verhasste Lehrer
Oder der lang schon nervige Verehrer

Bei den Jungs, ja das ist es noch schlimmer
Zeigt sich die Liebe täglich im nassweißen Schimmer

Und auch die Barbie ist nun doch noch interessant
Hat man jetzt ein Sexobjekt in der Hand

Und so geht diese Phase zwei
Über in die selbstzerstörerische Drei

Ja diese ist die schlimmste von allen
Denn das eigene Selbst will einem nicht mehr gefallen

Ja was bist du eigentlich-Mensch oder Tier
Und warum sprießen die Haare auch hier

Der Charakter ist blöd und überhaupt
Gott hat sich bei den anderen einfach mehr erlaubt

Und da man ja weiß, dass man selbst sich nichts antuen kann
Ist eben die ach so perfekte Barbie dran

Doch nun muss ich jeden von euch enttäuschen
Diese Phasen wollen auch den Rest des Lebens verseuchen

Die Liebe relativiert sich ein wenig
Doch ihre Auswahl trifft sie trotzdem willkürlich

Die neuen Körperteile scheinen zu gefallen
Doch nein nicht nur dir, auch den anderen allen

Der Selbsthass, ja der verfliegt oft zum Glück
Nur selten lässt er sich blicken ein Stück

Doch eines kommt nach den drei Phasen wieder
Die Liebe zu Barby beherrscht nun meine Glieder

Mittwoch, 16. Januar 2013

Rückblick

Mein schlechtes Gewissen ruft mich schon eine ganze Weile: „Dein Blog ist einsam!“
Und es bezieht sich dabei sicher nicht auf die mickrige Leserschaft. Ich besuche ihn zwar schon das ein oder andere Mal, doch lange bei ihm bleiben kann ich leider nicht. Die Pflicht der Uni ruft mindestens genauso laut und fordert bei Ignoranz seinen Tribut.
Um mein Gewissen zu beruhigen, schreibe ich mal wieder was. Auch wenn die Themenwahl nicht besonders viel hergibt, weil die Uni in letzter Zeit wirklich SEHR laut gerufen hat.
Aber wir haben ja gerade erst mal Mitte Januar und da bietet sich ein Jahresrückblick an.  Ich hab lang überlegt wie ich das mit möglichst wenig Infos über mich selbst zu Stande bringe. Ich bin nämlich kein großer Fan von allzu persönlichen Blogs. Also gebe ich nichts Intimes über mich frei, sondern über die Menschen um mich herum.
Meine besten und längsten Freunde (ja ihr wisst doch, dass ihr gemeint seid) sollten doch jetzt bitte trotzdem weiter lesen. Ich werde auch nichts Schlimmes über euch schreiben! Wie sentimental ich allerdings bei der ganzen Sache werde, kann ich leider noch nicht sagen. Zur Erklärung noch Folgendes:  Ich liebe musikalische Jahresrückblicke und werde einfach meine Liebe zu verschiedenen Menschen mit ihnen verbinden.
Bitte erwartet jetzt von mir keine Musik, die ich im letzten Jahr besonders toll fand. Ich bin leider, was das angeht, eine Spätsünderin. Soll heißen- was andere schon lang cool finden, bekomm ich erst am Ende der wow-hör-dir-das-mal-an-Phase mit.
Aber die wichtigsten Menschen in meinem Leben haben immer ihren ganz eigenen Soundtrack. Und das ist doch auch was! (auch wenn die Auswahl ein bisschen exotisch ist)
Um das Ganze nicht unnötig in die Länge zu ziehen, hier nur eine kleine Auswahl:


Bine


Sie wird mich wahrscheinlich für dieses Lied hassen,  aber es sagt am besten etwas über unsere Beziehung aus. Nein wir werden nicht heiraten und sind auch nicht verbittert. Aber das Lied erinnert mich an einen wirklich lustigen Tag mit ihr, der exemplarisch  für unsere die Zeit ist. Mit wem sonst kann man lauthals auf der Leipziger Buchmesse ein Lied über Superheldinnen, die in Hochzeitskleidern gegen das Böse kämpfen, singen?


Josi


Das Lied löst bei mir immer eine melancholische Stimmung aus und erinnert mich an lange Autofahrten mit einer Menge Sitztanz und vielen Gesprächen. Es ist vielleicht nicht das emotionalste Lied, aber ich verbinde mit ihm all die Dinge die wir miteinander erlebt haben. Und sie weiß genau, dass sie mein ganz persönliches GZSZ ist.


Zu guter Letzt: meine Mama


Auch das ist nicht besonders emotional, aber ich verbinde es stark mit ihr. Ich werde immer ihre Stimme zu dem Lied hören und mir klar machen, welche Gene für mein nicht vorhandenes Gesangstalent verantwortlich sind. Und natürlich auch wie unglaublich cool meine Mama ist!

Dienstag, 16. Oktober 2012

Liebe


Ach ja, die Liebe…
Ursprünglich wollte ich hier gerade diesem Thema einen großen Platz einräumen.
Doch leider ist die Liebe oft viel zu kompliziert, macht sich rar oder ist deprimierend.
Kein Thema also für die freizeitlichen Freuden meines Lebens.
Meist wird angenommen, dass sich die Liebe nur auf die Freunde, den Lebensabschnittsgefährten (ja so nennen das die Verzweifelten), die Familie oder auch das Haustier beziehen kann.
Doch meine Liebe gilt so vielem mehr im Leben, lässt sich nicht eingrenzen und schon gar nicht nur auf einen Menschen beschränken.
Ich hatte schon bei meinem ersten Post angekündigt, dass ich auch über die Dinge schreiben werde, die mich am Herzen packen und es nicht mehr los lassen wollen. Leider ist das bis jetzt viel zu kurz gekommen und wird hiermit schleunigst nachgeholt. Ich widme mich jetzt also meiner ersten und auch intensivsten Liebe: Der Musik (ok, ich kann kein einziges Instrument spielen, aber ich höre sie gern)
Oftmals löst das Musikkonsumieren einen rauschartigen Zustand in mir aus. Sie unterstützt mich in meinen Gefühlen, oder kann sie sogar umstimmen. Fest steht: Musik ist eine unglaublich tolle Sache!
Doch meine Emotionen mag der, doch so beliebte, Mainstream-Pop nur selten in Wallungen bringen. Mit ca. 11 Jahren entdeckte ich aber in meinem fernen Land, weit weit weg von hier, eine Musikrichtung, die ihre Arme nach mir ausbreitete und mich nicht mehr hergab.
Japanische Musik, den sogenannten J-Pop oder J-Rock (ganz wie man es mag), hat mich  im Sturm erobert und wirbelt mich noch heute, von Zeit  zu Zeit, herum. Hier kann man träumen und sich vollkommen treiben lassen. 
Meine Liebe gilt nur wenigen außerwählten Künstlern, die es wert sind einmal erwähnt zu werden. Bei ihnen scheint alles ein wenig intensiver. Ich kann mich mit ihrer Musik mehr freuen oder stärker trauern.

Angefangen hat alles mit Gackt. Er war also mein Tor in den japanischen Pop. Die Japaner beherrschen dabei ihr Handwerk wie kaum eine andere Nation. Gackt spielt unzählbar viele Instrumente und verzaubert mit seinen, sehr ungewöhnlichen, Klängen. Sein Album „Rebirth“ verehre ich bis heute.


Gackt führte mich auch zu Miyavi, der mit seiner verrückten Musik meine Ohren schnell eroberte.


Doch es geht auch anders. Dir en Grey entsprechen meinem Herz für die harte Seite der japanischen Musik. 




Mittwoch, 29. August 2012

Komm ich jetzt ins Fernsehen?


Grafik: (c) RTL
Die Antwort darauf lautet leider ja. Doch das Ganze wird noch schlimmer! Der nicht ganz gewollte Ausflug in die schlimmste aller Fernsehlandschaften wird auch noch zur besten Sendezeit, diverse Samstagabende, für Millionen Menschen zu sehen sein. Dabei war das Ziel, für mich und meine Begleitung,  nur einen langweiligen Sonntag zu füllen! Beim Surfen durch das Internetsommerloch, wurde ich auf die Aufzeichnungen der „grandiosen“ Sendung „Das Supertalent“ aufmerksam. Vielleicht kann man bei denen ja mal schauen wie das mit dem Fernsehmachen so läuft. Kann ja nicht schaden, als angehende Journalistin. Außerdem passte alles: Ich war in Berlin, die waren in Berlin und Zeit füreinander hatten wir anscheinend beide. Also nichts wie hin! Was aber daraus wurde, konnte ja keiner ahnen.

Ab dem Moment meines Ankommens, am Ort des Geschehens, wurde ich Zeugin sonderbarer Vorkommnisse. Die Karten und den damit frisch zugewiesenen Sitzplatz bekam ich erst am Eingang.
Der auffällig unfreundliche Mitarbeiter machte schon jetzt die Regeln klar: „Ihr seid im gut sichtbaren Kamerabereich. Soll heißen ihr dürft euch 3 Stunden nicht bewegen!“ Somit waren wir also gefangen in der Fernsehhölle und es sollte keinen Ausweg geben. Wie schlimm das Ganze werden würde konnte zu diesem Zeitpunkt niemand wissen. Mit den 2 Stunden, die wir bis zu Beginn der Show warten mussten, hatten wir auch schon unsere Hauptaufgabe des Tages angetreten: Warten, Warten und nochmals Warten. Bei Einlass drängten sich die Massen in das Gebäude und es konnte endlich losgehen. Mit Schrecken mussten meine Begleitung und ich schnell feststellen, dass wir wirklich in einem sehr gut sichtbaren Bereich saßen. Um genau zu sein ca. einen Meter von der Jury entfernt. Würde also irgendjemand der 3 Herrschaften einen Mucks machen, würden wir mit im Bild sein. Doch dem schnell aufkommenden Fluchtinstinkt ließ ich keine Zeit-die Show sollte jeden Augenblick losgehen. Naja wir mussten uns noch diverse Male mit dem Einheizer begnügen, der uns permanent anzuschreien schien und versuchte uns mit Witzen zu bombardieren. Nach einer Einleitung des Moderators Daniel Hartwich, dessen gutes Aussehen kaum über seine schlechten Witze hinwegtrösten konnte, ging es los. Die Aufregung war zu diesem Zeitpunkt unter der Hitze längst verpufft. Nun begannen 3 Stunden Belanglosigkeit. Die Jury würdigte uns keines Blickes und auch miteinander schienen sie keinen Spaß zu haben. Bereits nach den ersten 2 Acts wurde es schnell langweilig.  Mein Platz hinter der Jury, lässt mich auch hierbei verzweifeln. Dank Thomas Gottschalk, der direkt vor mir platziert wurde, darf ich mir nun die Auftritte noch einmal in Fernsehen anschauen. Erst hier werde ich wohl sehen, was die da wirklich auf der Bühne getrieben haben. Einstudierte Beurteilungen und einigermaßen langweilige Kandidaten wechseln sich im Gleichschritt ab. Doch uns wird für den Preis unserer Karten einiges geboten. Von einem Menschen im SM-Pferdekostüm (was es nicht alles gibt), über einen Stripp mit anschließendem Heiratsantrag und einem niedlichen Kind, bis hin zu dem obligatorischen schweren Schicksal war wirklich alles vertreten. Doch die Hitze ließ uns das Spektakel kaum genießen. Wir waren unheimlich erleichtert, als die 3 Stunden endlich vorbei waren. Nachdem die Jury uns, bei ihrem Abgang, keines Blickes gewürdigt hat, haben auch wir uns lechzend heraus geschleppt.

Doch am Ende war diese kleine Exkursion höchst aufschlussreich. Das zukünftige Supertalent habe ich wohl nicht gesehen. Aber das ist ok. Auch wenn man meint eine Vorstellung zu haben, wie sehr man eine Sendung im Fernsehen aufhübschen kann, bin ich wirklich gespannt wie sie das hinbekommen wollen. Aber eines bin ich mir sicher: RTL wird das schon schaffen!

Mittwoch, 25. April 2012

Wie viel Facebook steckt in dir?


Facebook…
Oh ja,  wir alle lieben doch dieses wunderbare soziale Netzwerk doch. Oder nicht?
Ich habe von unglaublich vielen Nutzern, dieser suchterzeugenden Plattform, kaum Positives gehört. Fast jeder beginnt sich aufzuregen, wenn Facebook erwähnt wird. Doch warum nutzen wir es dann alle? Sind wir echt so Scheinheilig? Immerhin hat Facebook alle anderen sozialen Netzwerke konkurrenzlos abgehängt. Und es scheint sich bis jetzt noch nichts Neues und Vergleichbares entwickelt zu haben. Ich kenne zumindest noch niemanden, der Google+ nutzt! Bei all den Hasstieranden, die auf dieses soziale Netzwerk niederprasseln, scheint sich trotzdem doch niemand entziehen zu können. Ganz im Gegenteil: Viele lassen es noch mehr als nötig in ihr Privatleben. Es gibt hierbei die unterschiedlichsten Facebooknutzer: 
1. Die „Guten Morgen“-Fetischisten: Von Ihnen hört man mindestens einmal am Tag. Aller spätestens nach dem Aufstehen. Denn dann scheint ihre erste Handlung der Griff zu etwas Internetfähigem zu sein. Man darf dann so nette Sachen lesen, wie „Guten Morgen meine Lieben. Ich geh jetzt erst mal aufs Klo. Wünsch euch allen einen schönen Tag!“ Hach würde es doch nur bei dieser Intimität bleiben! Kurze Zeit später wird dann auch das Frühstück ausreichend kommentiert (vielleicht ja sogar mit einem netten Foto der angelblichen Köstlichkeiten). Der hiesige Facebooknutzer kann sich sicher sein, dass er auch noch einmal vor dem Schlafengehen von seinem „Freund“ hören wird. Was mir besonders aufgefallen ist, ist die Tatsache, dass diese verquere Spezies auch gern mal ihr allgemeines Gefühlsleben offen vor sich her trägt. Meinst geschieht das mit Zitaten, um ihr Innerstes preis zu geben. Und damit hat Facebook ja schon mal sein Ziel erreicht, oder soll man etwa nicht seine Seele offenlegen?
2. Die „Gott war ich betrunken“-en: Sie nutzen ihr soziales Netzwerk, um allen zu sagen wie unglaublich toll sie sind. Und wie äußert sich dieses Tollsein? Klar, man ist so oft wie möglich auf allen noch so schlechten Partys und betrinkt sich jedes Mal ordentlich. Das sollen bitte nicht nur alle Anwesenden mitbekommen, sondern überhaupt die ganze Welt. Dann wird gleich nach dem Nachhause kommen und im hart erarbeiteten Vollrausch gepostet, wann und wie viel man getrunken hat und wo überall es schon wieder den Weg nach draußen gesucht hat.
3. Die „Gefällt mir“-Einfältigen: Ok, wie können einem Menschen bitte gefühlte eine Millionen Dinge gefallen? Wenn deine „Like“-Liste länger ist als alles was du jemals gepostet hast, solltest du dir wohl ernsthaft Gedanken machen. Wenn dir nicht nur Bands, sondern auch diverse Marken, vom Auto bis zum Lippenpflegestift, gefallen dann kann ich sagen: Willkommen in deiner ganz persönlichen Meinungslosigkeit!
Man kann hier jetzt noch einige andere Gruppen aufführen. Vom „Ich poste alles, was ich mit meiner Kamera vor die Linse bekomme, auch wenn es den Menschen auf diesen Bildern nicht passt!“ bis hin zu dem „Ich bin zwar jeden Tag online, um meine Freunde zu stalken, poste aber selbst nie etwas und überhaupt werde ich höchstens mal auf einigen Fotos verlinkt“. Egal zu welcher Gruppe man gehört, man braucht sich doch nicht wirklich aufregen. Man ist irgendwie immer aktiv, egal ob sehr intim oder doch eher zurückhaltend. Ein Hoch auf die, die noch nicht in diesem Kreislauf angemeldet sind und sich dem Ganze entziehen können. Naja, und sind wir mal ehrlich! Wie langweilig wäre Facebook denn ohne diese ganzen postenen „Individuen“??